Haben Sie mehr oder weniger Vermögen als der Schweizer Durchschnitt in Ihrem Alter?
Meine Guthaben zurückführenDas Wichtigste in Kürze
Das Medianvermögen ist viel aussagekräftiger als der Durchschnitt (der durch sehr grosse Vermögen verfälscht wird).
Mit 40 Jahren besitzt eine in der Schweiz wohnhafte Person durchschnittlich ein BVG-Guthaben von rund CHF 80’000 bis 120’000.
Netto-Medianvermögen: Es steigt von rund CHF 10’000 (25-34 Jahre) auf über CHF 300’000 (ab 65 Jahren).
Wussten Sie schon? Milliarden von Franken schlummern auf vergessenen Freizügigkeitskonten und verfälschen Ihren persönlichen Durchschnitt.
Die Frage, ob man "genug" für die Zukunft gespart hat, beschäftigt viele Menschen in der Schweiz. Sei es für den Erwerb von Wohneigentum oder zur Erhaltung des Lebensstandards im Alter – der Drang, sich mit anderen zu vergleichen, ist völlig natürlich. Dennoch klafft zwischen den offiziellen Statistiken und der Realität auf Ihrem Bankkonto oft eine Lücke, die meist durch mangelndes Wissen über unser Vorsorgesystem entsteht.
In diesem Artikel analysieren wir das Schweizer Vermögen nach Altersgruppen und zeigen Ihnen, wie eine einfache Überprüfung Ihrer Vorsorgegelder Ihre finanzielle Situation grundlegend verändern kann. Lassen Sie uns zunächst die nackten Zahlen betrachten.
Das Nettovermögen in der Schweiz: Was die offiziellen Zahlen sagen
In der Schweiz ist der Reichtum zwar gross, aber sehr ungleich verteilt. Deshalb ist es entscheidend, zwischen dem Durchschnitt (die Gesamtsumme geteilt durch die Anzahl Personen) und dem Median (der Punkt, an dem 50 % der Bevölkerung mehr und 50 % weniger besitzen) zu unterscheiden.
Hier ein Überblick über das durchschnittliche Nettovermögen (inklusive Ersparnisse, Immobilien und Säule 3a, exklusive BVG):
| Altersgruppe | Medianvermögen (geschätzt) | Durchschnittsvermögen (geschätzt) |
| 25 - 34 Jahre | CHF 8'000 - 15'000 | CHF 50'000 |
| 35 - 44 Jahre | CHF 40'000 - 70'000 | CHF 180'000 |
| 45 - 54 Jahre | CHF 120'000 - 160'000 | CHF 350'000 |
| 55 - 64 Jahre | CHF 220'000 - 280'000 | CHF 550'000 |
| 65 Jahre + | > CHF 320'000 | > CHF 700'000 |
Quelle: Schätzungen basierend auf Daten des BFS und der kantonalen Steuerverwaltungen.
Warum dieser grosse Unterschied? Der Durchschnitt wird durch die Multimillionäre stark nach oben gezogen. Um sich selbst richtig einzuordnen, sollten Sie stets auf den Median schauen. Wenn Sie mit 40 Jahren CHF 60'000 auf der Seite haben, liegen Sie vollkommen im Schweizer Normbereich.
Wie viel BVG-Guthaben sollten Sie besitzen?
Die 2. Säule (BVG) macht oft den grössten Teil des Vermögens der Schweizer Bevölkerung aus, auch wenn sie auf dem regulären Bankkonto nicht "sichtbar" ist. Ihr Guthaben hängt von Ihrem Gehalt ab, vor allem aber von den Altersgutschriften, die mit zunehmendem Alter ansteigen.
Hier sind die durchschnittlichen theoretischen Altersguthaben für Angestellte, die ununterbrochen auf Basis eines standardmässigen koordinierten Lohns eingezahlt haben:
| Alter | Beitragssatz (gesetzliches BVG) | Geschätztes kumuliertes BVG-Guthaben |
| 25 - 34 Jahre | 7% | CHF 15'000 - 45'000 |
| 35 - 44 Jahre | 10% | CHF 60'000 - 110'000 |
| 45 - 54 Jahre | 15% | CHF 150'000 - 250'000 |
| 55 - 65 Jahre | 18% | CHF 300'000 - 450'000 |
Diese Beträge variieren natürlich je nach Ihrem persönlichen koordinierten Lohn und allfälligen freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse.
Warum die Mehrheit der Schweizer ihr tatsächliches Vermögen unterschätzt
Wenn Ihre persönlichen Zahlen unter den Werten dieser Tabellen liegen, verfallen Sie nicht in Panik. Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer vergisst schlichtweg einen Teil ihres Vermögens: die vergessenen Freizügigkeitskonten.
Jedes Mal, wenn Sie den Arbeitgeber wechseln, muss Ihr BVG-Guthaben in die neue Pensionskasse übertragen werden. Wird dieser Transfer nicht nahtlos vollzogen (etwa durch Vergesslichkeit, einen Auslandsaufenthalt oder während einer Phase der Arbeitslosigkeit), wird das Geld an eine Freizügigkeitsstiftung oder an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überwiesen. Das Resultat? Milliarden von Franken werden nie eingefordert.
Der Einfluss von nicht eingeforderten Guthaben auf Ihren persönlichen "Durchschnitt"
Bei Swiss Serenity stellen wir tagtäglich fest, dass der Unterschied zwischen jemandem, der bei der Vorsorge "im Rückstand" ist, und jemandem, der "im Durchschnitt" liegt, oft nur von einem einzigen Faktor abhängt: der lückenlosen Rückverfolgbarkeit.
Stellen Sie sich vor, Sie lassen nach Ihren BVG-Geldern suchen und finden plötzlich CHF 25'000 aus einem Studentenjob oder einer Stelle, die Sie vor zehn Jahren innehatten.
- Ihr Nettovermögen macht einen sofortigen Sprung nach oben.
- Der Zinseszins arbeitet wieder aktiv für Sie.
- Ihre zukünftige Rente wird nach oben korrigiert.
Die Suche nach nachrichtenlosen Vermögenswerten ist nicht nur ein mühsamer administrativer Schritt, sondern eine äusserst lukrative und aktive Vermögensverwaltungsstrategie. Ihr tatsächlicher "Durchschnitt" ist vielleicht viel höher, als Sie denken.
Wie Sie Ihr Alterskapital ab heute gezielt erhöhen können
Wenn Sie nach dem Vergleich Ihrer eigenen Situation eine Vorsorgelücke feststellen, sollten Sie folgende Hebel in Bewegung setzen:
- Bestehendes Geld zurückholen: Starten Sie eine zentralisierte Suche nach Ihren Freizügigkeitsguthaben. Dies ist der unkomplizierteste, kostengünstigste und oft rentabelste Schritt.
- BVG-Einkäufe tätigen: Wenn Ihre Finanzen es zulassen, erhöhen freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse Ihr Alterskapital massgeblich und senken gleichzeitig Ihre Steuerbelastung.
- Die Säule 3a optimieren: Ergänzen Sie Ihre berufliche Vorsorge durch die gebundene private Vorsorge (Säule 3a), um verbleibende Lücken aus der 1. und 2. Säule systematisch zu schliessen.
Vergleichen Sie sich nicht nur – handeln Sie!
Die Zahlen zum Durchschnittsvermögen in der Schweiz sind nützliche Richtwerte, aber sie erzählen nicht Ihre ganze Geschichte. Vorsorgelücken sind kein unvermeidliches Schicksal. Indem Sie die Kontrolle über Ihre Freizügigkeitskonten zurückgewinnen und die genaue Struktur Ihres Altersguthabens verstehen, überholen Sie den Durchschnitt schnell wieder.
Lassen Sie Ihr hart verdientes Geld nicht in Vergessenheit ruhen. Verschaffen Sie sich einen klaren Überblick über Ihre tatsächliche Situation und stellen Sie sicher, dass jeder Franken, den Sie während Ihrer Karriere eingezahlt haben, korrekt für Ihre Zukunft verbucht wird.
FAQ: Vermögen und Sparen in der Schweiz
Es gibt keinen pauschalen „idealen“ Betrag, aber Finanzexperten empfehlen, mindestens 2 bis 3 Monatslöhne als Notgroschen (Cash) auf der Seite zu haben und bereits rund CHF 20’000 in der 2. Säule angespart zu haben.
Dies kann verschiedene Gründe haben: ein Gehalt unter dem Schweizer Durchschnitt, eine Unterbrechung Ihrer beruflichen Laufbahn (z. B. Elternurlaub, längeres Studium) oder schlichtweg alte Freizügigkeitsguthaben, die nie an Ihre aktuelle Kasse übertragen wurden.
Ja, das vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Nettovermögen umfasst den Steuerwert der Immobilien, abzüglich der darauf lastenden Hypothekarschulden.
Sie können die Zentralstelle 2. Säule kontaktieren oder einen spezialisierten Dienstleister wie Swiss Serenity nutzen, um eine umfassende und effiziente Suche bei allen Vorsorgeeinrichtungen in der gesamten Schweiz durchzuführen.
Quellenverzeichnis:
- Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV): Berufliche Vorsorge: Grenzbeträge 2025-2026.
- Bundesverwaltung (admin.ch): Tabellen zum BVG-Altersguthaben.
- BPK (Pensionskasse): Kennzahlen 2026.
- Bundesamt für Statistik (BFS): Statistik des Nettovermögens natürlicher Personen.
- Kantonale Steuerdaten (Zürich/Benchmark): Analyse des Medianvermögens nach Alter.
- Allnews: Daten zum Schweizer Medianlohn 2024-2025.
Rédigé par Swiss Serenity
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